Das Neue gibt es nicht
- Joscha Schaback
- vor 3 Tagen
- 1 Min. Lesezeit
„Ich glaube, das Neue ist ein Schock, sonst ist es immer etwas Vergleichbares, etwas, das man auf irgendeine Weise schonmal erlebt hat. Im Künstlerischen sind diese Schocks sehr selten. Vielleicht ereignen sie sich, wenn man zum ersten Mal Kafka liest. Von ihm stammt der Satz, dass Literatur „die Axt für das gefrorene Meer in uns“ ist. Kunsterleben als Axthieb kommt dem Bild des Schocks, des plötzlichen, unerwarteten Erlebens nahe.

In: Münchener Biennale, SPIELMOTOR MÜNCHEN FESTIVAL gGmbH (Hrsg.): „Münchener Biennale — Festival für neues Musiktheater Magazin 02/026“. Redaktion Marlene Schleicher. München, 2026. S. 24-25.
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